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Mein Bergisches Land

Das Bergische Städtedreieck

Grüne Wälder, idyllische Täler, rauschende Bäche, eine malerische Landschaft mit zahlreichen Seen und Talsperren, kleine Dörfer mit Fachwerk und Schiefer auf der einen und spannende Städte mit vielen Möglichkeiten auf der anderen Seite: all das ist das Bergische Land. Geprägt wird es vor allem von den drei Städten Wuppertal, Remscheid und Solingen, dem Bergischen Städtedreieck. Mehr als 600.000 Menschen leben hier auf einer Fläche von 332 Quadratkilometern. Gekennzeichnet ist die Region durch ihre lange Tradition der Zusammenarbeit. Immer wieder werden kommunale Dienststellen zusammengelegt und auch Organisationen bilden über diese drei Städte einen gemeinsamen Bezirk – wie etwa die Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid. 

Um Themen und Entwicklungsaufgaben gemeinsam strategisch zu steuern und ressort- und stadtübergreifend zu koordinieren, wurde bereits 2007 die Bergische Entwicklungsagentur GmbH gegründet. Sie entwickelt Projekte, akquiriert Fördermittel und positioniert das Bergische Städtedreieck in den Themen Innovation, Wissenschaft, Tourismus und Standortmarketing. Um auch das Thema Ressourceneffizienz voranzutreiben und die Region als effizienten und innovativen Standort aufzustellen, wurde 2012 außerdem die Neue Effizienz – Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH gegründet.

Das Bergische Städtedreieck hat die Welt geprägt. Hier wurde nicht nur Aspirin perfektioniert, auch die Brüder Mannesmann entdeckten hier die nahtlosen Röhren, aus der Weiterentwicklung eines Grammophonmotors trat der Kobold von Vorwerk seinen Siegeszug auf den Teppichen der Welt an und die Raufaser von Erfurt ist ebenso eine bergische Erfindung wie der Knirpsschirm, der Geyser von Vaillant und die Knipex-Zange. Fast die Hälfte aller Beschäftigten im Bergischen arbeitet heute im Handels- und Dienstleistungssektor, etwas mehr als ein Drittel im produzierenden Gewerbe.

Und doch ist das Bergische Städtedreieck vor allem eines: grün. Egal, in welche Richtung man startet, von nahezu jedem Punkt gelangt man mit dem Auto in gerade einmal zehn Minuten ins Grüne. Zum Beispiel in den Müngstener Brückenpark, der mit der Müngstener Brücke nicht nur ein eindrucksvolles Zeugnis hoher Ingenieurskunst, sondern mit 107 Metern auch die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands beheimatet. Ohnehin gibt es hier für Wissensdurstige viel zu entdecken: Mit dem Deutschen Röntgenmuseum, dem Deutschen Werkzeugmuseum und dem Deutschen Klingenmuseum sind allein drei Deutsche Museen hier beheimatet.

Und auch mit zahlreichen bekannten Persönlichkeiten kann das Bergische Städtedreieck aufwarten: Friedrich Engels, Friedrich Bayer, Else Lasker-Schüler, Johannes Rau, Walter Scheel, Pina Bausch, Veronika Ferres, Erich Ribbeck, Alice Schwarzer, Rita Süssmuth, Horst Tappert, Christoph Maria Herbst und Richard David Precht haben hier ihre Wurzeln. Dafür, dass diese Liste in Zukunft noch länger wird, sorgt die ausgezeichnete Bildungslandschaft der Region. Sie hat nicht nur Leuchtturmprojekte wie die Junior Uni hervorgebracht, sondern bietet an der Bergischen Universität auch Platz für mehr als 22.000 Studierende.